Zu Besuch im „Holocade“, der Virtual-Reality-Welt, die Jung und Alt ein besonders Freizeiterlebnis verspricht.

Text: Constanze Klein, Foto: Jan Fischer

Im Juni letzten Jahres eröffnete Dominik Mayer in der Innenstadt „Holocade“. Das ist der einzige Anbieter in Göttingen, dessen Besucher sich ein waschechtes Virtual-Reality-Erlebnis gönnen können. Mithilfe von zwei Controllern und einer VR-Brille, in die hochauflösende Monitore verbaut sind, wird der 360°-Blick möglich, der die Spiele für seine / ihre Fans zu einem so großen Spaß macht.

Bevor er seine „Holocade“ realisierte, war Dominik Mayer drei Jahre auf der Suche nach einer Möglichkeit, sich selbstständig zu machen. Die Idee zu seinem Konzept entwickelte der 27-Jährige in einer Gründungsberatung, nachdem er als Fan von Outdoorsportarten zuvor Erfahrungen als Gruppenleiter und bei der Abenteuerpädagogik gesammelt hatte, die ihn mit dem Wunsch zurückließen, es selbst anders und besser machen zu wollen. Gemeinsam mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Daniel, der als Gamedesigner das technische Know-how einbrachte, bauten die beiden die „Holocade“ in der Kurzen Straße dann in Eigenleistung komplett um. „Ein anderer Standort kam für uns nicht infrage“, sagt Dominik Mayer, der Göttingens Freizeitangebote mit seinem Konzept definitiv um eine interessante Facette bereichert hat.

Sein Mut wurde belohnt; denn von Beginn an wurde die Virtual-Reality-Lounge gut angenommen. „Unser Ziel ist es, dass unser Konzept möglichst viele Menschen anspricht“, erklärt Mayer – und das funktioniert auch; denn seine Besucher sind zwischen 10 und 80 Jahre alt, und auch das Verhältnis von weiblichen und männlichen Kunden ist ausgeglichen.

Egal, ob Kindergeburtstage, Weihnachtsfeiern, Teambuilding, alleine oder in Gruppen – im „Holocade“ kommt jeder auf seine Kosten. Es gibt sechs Spielflächen und eine Auswahl an Spielen, die mal mit mehr, mal mit weniger Interaktion ablaufen und auf den Kunden abgestimmt werden. Um als Spieler mit der besonderen „VR“-Perspektive“ in unvergleichlicher Weise in die angebotenen Virtual-Reality-Welten einzutauchen, sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Zu jeder Spielfläche gehört übrigens ein Sofa, von dem aus Freunde und Verwandte über einen Monitor und Headsets den eigenen Abenteuern beiwohnen können – demnächst soll auch eine Interaktion zwischen Spielern und Zuschauern möglich werden, bei der die Spieler sich dann mit Tipps coachen lassen können.

Auf die Frage, wie er Personen, die das erste Mal zu ihm kommen, erklärt, wie VR funktioniert, lacht Mayer. „Das kann ich nicht in zwei Sätzen erklären, man muss es einfach erleben, schließlich verkaufen wir Emotionen.“

Und das funktioniert; denn seine Gäste verlassen den Laden mit einem breiten Lächeln und kommen alle wieder. Mayer ist auch mobil auf Veranstaltungen unterwegs, um sein Virtual-Reality-Konzept einer breiten Masse vorzustellen.

www.holocade.de